„Nachwachsende“ mineralische Rohstoff-Ressourcen in der Eifel?
Wussten Sie, dass die Eifel Jahr für Jahr um ein Millimeter in die Höhe wächst? Dies ist nur ein Zeichen dafür, dass wir uns in einer aktiven Vulkanismus-Region befinden. Ausströmende CO2 –Gase oder aktive Kaltwasser-Geysire wie in Andernach und Wallenborn sind ebenfalls für die Vulkanologen ein sicherer Beweis für aktiven Vulkanismus. Dieser hat die Landschaft der Eifel geprägt. Er hat nicht nur Vulkanberge und Maare geschaffen, Vulkaneruptionen haben auch mineralische Rohstoffe hinterlassen, die seit Jahrtausenden genutzt werden. Bis heute sind die Bürger und Gesellschaft auf Basalt und Lava aus der Eifel angewiesen. Keine Straße könnte gebaut, keine Brücke errichtet und kein Richtfest eines Hauses gefeiert werden, ohne die natürlichen Rohstoffe, die dem Vulkanismus zu verdanken sind.
Noch gibt es viele und ertragreiche Lagerstätten, um den Bedarf auf weitere Jahrzehnte zu decken. In einer ausführlichen Praktikumsarbeit, die im Rahmen eines Schulpraktikums bei RPBL entstand, hat sich Nick Blau mit der Frage auseinandergesetzt, wie es denn aktuell mit dem Vulkanismus in der Eifel bestellt ist und ob es ein akutes Gefahrenpotenzial gibt.
Unter der Eifel liegt in rd. 30 km Tiefe eine große Magmakammer. Vulkanologen sind überzeugt, dass eine Vulkaneruption in der Eifel keine Frage des „ob“ ist, allein das „wann“ kann noch nicht vorhergesagt werden. Allerdings dürften sich – dank heutiger Forschungs- und Messmethoden – größere Ereignisse vorher ankündigen.
Eine ähnliche Eruption wie beim letzten Ausbruch vor 12.900 Jahren, als der Laacher See Vulkan ausbrach, hätte nicht vorhersehbare Auswirkungen auf Menschen und Landschaft. Ein „Krisenplan“ , wie mit einer solchen Naturkatastrophe umzugehen ist, besteht allerdings immer noch nicht.
Es bleibt daher zu hoffen, dass die Magmafelder unter der Eifel noch lange „ruhig“ bleiben. Tatsache bleibt jedoch: die Landschaft der Eifel wird nicht allein von menschlichen Einflüssen geprägt. Die Natur bleibt letztlich unberechenbar.
Die Arbeit „Die Vulkaneifel – aktuelle Aktivitäten und das Gefahrenpotenzial einer zukünftigen Eruption“ steht als pdf-download zur Verfügung.
| Anhang | Größe |
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| Die Vulkaneifel - Facharbeit | 1.61 MB |